Köln leuchtet grün

Am Freitag erlaubte ich mir einen früheren Feierabend, denn endlich war der Tag gekommen, an dem ich mein Weihnachtsgeschenk einlösen konnte. Das Marsimoto-Konzert stand an und damit der Abend auf festen Säulen beginnen konnte, fuhr ich nach Köln, sammelte B. bei der Arbeit ein und dann wurde erst einmal gegessen. Ich aß das vermutlich größte Falafel-Sandwich, das mir bis Dato in die Hände gekommen ist, und ich bereue es nicht. Außer, dass die Augen zu groß waren und ich natürlich nicht alles geschafft habe. Anschließend tingelten wir von Kneipe zu Kneipe und dann ging es auch schon mit einem Wegbier in Richtung Palladium. Die bekannte Konzerthalle befindet sich übrigens auf der Schäl Sick und als wir mit der Bahn den Rhein überquerten, erstrahlte der Kölner Dom in der untergehenden Abendsonne. Ein wirklich sehr schöner Moment und nachdem ich tagsüber schon ohne Jacke draußen sitzen konnte, zeigte dieser Augenblick sehr deutlich, dass der Frühling naht!

Von der Bahnhaltestelle zum Palladium spazierten wir durch die berühmte Keupstraße und für einen kurzen Momente fühle ich mich wie im Urlaub. Die Gegend ist sehr türkisch geprägt und das macht sich natürlich auch in der Gastroszene und im Einzelhandel bemerkbar. Neben den wohlriechenden Restaurants gibt es viele Konditoreien, die scheinbar auf extravagante Hochzeits- und Motivtorten spezialisiert sind, Brautmodehäuser und Schmuckläden. Hier wird allen Anschein nach gerne gegessen und geheiratet. 😀

Endlich im Palladium angekommen, ging es schnurstracks hinein. Aufgrund meiner geringen Konzerterfahrungen habe ich immer Angst, nicht zeitig genug vor Ort zu sein, um einen guten Platz zu ergattern. Ich bin mit meinen 1,70 zwar keine kleine Frau, aber es reichen drei, vier größere Typen vor mir und ich sehe nichts mehr. Die Angst war aber unbegründet, denn wie mir bereits das Beginner-Konzert vor ein paar Jahren zeigte, sind Fans dieser Musikrichtungen eher von der späten Sorte und sehr gechillt. Gut für uns, denn so ergatterten wir einen guten Platz in der Mitte-Mitte. Da ich ganz aufgeregt und vielleicht auch ein bisschen angetüdelt war, steuerte ich noch vor Konzertbeginn zum Merch-Stand. Die Zeit der Bandshirts habe ich zwar vor vielen, vielen Jahren hinter mir gelassen, aber das hinderte mich nicht, denn ein Motiv gefiel mir besonders gut. Gekauft und direkt angezogen. Dazu noch ein Bier und schon war ich perfekt ausgestattet für den Abend!

Zu Beginn gab Dead Rabbit sein Bestes an den Turntables und heizte ordentlich die Menge ein. Nach stolzen 60 Minuten gab es eine kurze Pause und dann betrat das grüne Alien die Bühne. Anschließend gab es ein zweieinhalbstündiges Fest der Sinne, denn Marterias Alter Ego ist nicht nur für seine hochgepitchte Stimme und ausgeklügelte Wortspiele bekannt, sondern auch für eine Fangemeinschaft, die eine eher lockere Haltung zu pflanzlichen Substanzen pflegt. Kurz gesagt: das Konzert war eine riesengroße Hotbox.

Das Konzert war mega und das fing schon beim Bühnenbild an. Die Setlist hatte einen perfekten Spannungsbogen und das Publikum war in bester Tanzlaune. Ein rundum perfekter Abend! Wäre da nur nicht der lange Heimweg gewesen. Zuhause angekommen fiel ich müde und glücklich ins Bett.

xox
Aziza

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