Berufswunsch Astronaut? Nein, danke!

In den letzten 2 Wochen wurde wieder vermehrt darüber berichtet, dass der deutsche Astronaut Alexander Gerst in diesem Jahr erneut ins All fliegen wird. Wieder geht es zur ISS, dieses Mal allerdings in der Rolle des Crew-Chefs.

Die Faszination für das Weltall an sich kann ich absolut nachvollziehen. Auch ich schaue mir gerne Dokus über unser Universum und die mögliche Entstehung und Existenz anderer Planeten und Sterne an. Aber was ich noch nie verstanden habe: wieso möchte man Astronaut werden?

Zum einen wirken während des Fluges beziehungsweise während des Aus- und Eintritts in die Atmosphäre unmenschliche Kräfte auf den eigenen Körper ein. Zum anderen stelle ich mir das Leben in der fliegenden Nussschale schrecklich vor. Monatelang auf engstem Raum mit anderen Menschen, keine richtige Nahrung, ständige Schwerelosigkeit, fehlendes Tageslicht, keine Jahreszeiten und vom fehlenden Zeitvertreib wollen wir gar nicht erst anfangen. Das Leben in einem Space Shuttle oder in einer Raumstation kann man meiner Meinung nach nicht mal mit einem Gefängnis gleichsetzen. Selbst im Gefängnis scheint mir das Leben angenehmer.

Bevor jetzt alle ABER DIE AUSSICHT! schreien: Soll das wirklich alles sein? Ja, der Blick auf unsere Mutter Erde ist garantiert atemberaubend und einmalig. Dennoch glaube ich, dass man sich spätestens nach 72 Stunden daran satt gesehen hat. Und was hat man dann? Den Blick ins Leere, ins Dunkle. Und das schlimmste an der Sache? Man kann nicht einfach aufstehen und gehen. Stattdessen muss man ausharren, dem Körper dabei zusehen, wie die Muskulatur abbaut und dann hoffen, dass das Shuttle einen irgendwann wieder sicher zurückfliegt.

Vielleicht fehlt mir der passende IQ oder der Hang zur Selbstkasteiung, aber ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, warum man sich freiwillig wegsperren lässt.

Falls sich jemand fragt: nein, ich habe nicht zu viele postapokalyptische Sci-Fi-Filme geschaut. Im Gegenteil.

2 thoughts to “Berufswunsch Astronaut? Nein, danke!”

    1. Jeder Jeck ist anders.‍♀️ Ich würde die Erde natürlich auch gerne mal aus dieser Perspektive sehen, aber der Aussicht stehen meiner Meinung nach zu viele negative Aspekte gegenüber. So sehr reizt es mich dann doch nicht. Im Gegenteil: ich finde es wirklich creepy.

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